Die Galvano-Branche spielt eine Schlüsselrolle für das produzierende Gewerbe in Deutschland und Europa und steht damit, gemeinsam mit ihm, vor der großen Herausforderung, ihre Wettbewerbsfähigkeit und damit ihre Zukunft zu sichern.
In einer Entwicklung, die schon vor Jahrzehnten begonnen hat und seitdem immer weiter fortgeschritten ist, werden Massenmärkte zunehmend aus Fernost bedient. Bereiche, die zuvor von dieser rasanten Entwicklung entkoppelt waren, wie der Automobil- und Maschinenbau, reihen sich mittlerweile nahtlos ein. Naheliegende Lösungsansätze sind die Steigerung der Effizienz, die Fokussierung auf eigene Stärken sowie die Erschließung neuer Märkte, die eine höhere Wertschöpfung bieten.
Für die praktische Umsetzung dieser Ansätze gibt es kein Patentrezept, jedoch zeigt schon die Geschichte, dass ein schneller und effizienter Transfer von Innovationen aus der Forschung in die Industrie notwendig ist, um mit immer schnelleren Technologiezyklen mithalten zu können. Für die Galvanotechnik im Besonderen besteht eine Chance darin, Innovationen auf benachbarten Gebieten, wie der Lack- und Plasmatechnologie nicht gleichgültig zu verdrängen, sondern sie in eigene, kombinierte Lösungen zu integrieren, die dann zu besonders wettbewerbsfähigen und wertschöpfenden „High-End“-Produkten führen.
Das diesjährige Ulmer Gespräch soll Impulse bieten, wie ein effizienter Technologietransfer praktisch möglich ist. Neuartige Beschichtungssysteme aus der Forschung, insbesondere aus der „kombinierten Oberflächentechnik“, werden vorgestellt. Vorträge aus der Industrie werden Erfolgsgeschichten aufzeigen, wie neuartige Beschichtungen in High-End-Anwendungen vor allem in Bereichen mit sehr hohen Anforderungen wie der Luft- und Raumfahrt, Militär-, Medizin- und Informationstechnik eingesetzt werden.
Weitere Informationen auf: www.dgo-online.de/termine/tagungen/detailansicht/47-ulmer-gespraech-am-20-21-mai-2026-oberflaechentechnik-und-high-end-anwendungen
